Was tun gegen sexuellen Missbrauch? Ben und Stella wissen Bescheid!
...ist ein Bildungs- und Präventionskonzept zum Schutz von Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen vor sexualisierter Gewalt.
Zielgruppe
Das Bildungs- und Präventionsprogramm richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 18 Jahre mit kognitiven Beeinträchtigungen und/oder Entwicklungsverzögerungen, sowie einer möglichen zusätzlichen Körper- und/oder Hörbeeinträchtigung.
Mit der Qualifizierung werden Fachkräfte angesprochen, die über grundlegendes Wissen zu sexualisierter Gewalt verfügen.
Bausteine und Elemente
In dem Bildungs- und Präventionsprogramm werden die Bausteine Gefühle, Körper, Berührungen, sexueller Missbrauch, Geheimnisse, Nein sagen und zeigen, Hilfe holen mit Kindern oder Jugendlichen bearbeitet.
Mithilfe der Figuren Ben und Stella und ihren Freund*innen werden Wissen und Handlungskompetenzen zu den jeweiligen Themen vermittelt.
Das Konzept umfasst
- ein sechstägiges Bildungs- und Präventionsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
- Homepage für Kinder, Jugendliche, Eltern, Sorgeberechtige und pädagogische/therapeutische Fachkräfte mit Bildergeschichten und Filmen in einfacher Sprache sowie Audio- und Gebärdensprache-Versionen
- Bilderbücher und Broschüren zum Download und Bestellung
- Qualifizierungsseminare für Fachkräfte zur selbstständigen Durchführung des Programms
Ziele
Ziel des Bildungs- und Präventionsprogramms ist es, Kinder und Jugendliche
- über ihre Rechte zu informieren
- dabei zu unterstützen, ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen
- altersangemessen über sexuellen Missbrauch zu informieren
- über Hilfe- und Unterstützungswege zu informieren.
Entwicklung
Das Konzept wurde in mehrjähriger Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt sowie zehn kooperierenden Fachstellen entwickelt.
Während des Projektzeitraums haben bundesweit über 800 Mädchen und Jungen am Programm teilgenommen und mit ihren Ideen, Fragen und Anmerkungen zur Gestaltung des Programmes beigetragen.
Die wissenschaftlichen Begleitforschung erfolgte durch das Sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.). Dieses führte eine qualitative Erhebung der Perspektive der Kinder und Jugendlichen durch.
Die Entwicklung wurde im Rahmen des Projektes „BeSt – Beraten und Stärken – Bundesweites Modellprojekt 2015 – 2020 zum Schutz von Mädchen und Jungen mit Behinderungen vor sexualisierter Gewalt in Institutionen“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.